Damenfahrrad – Damenrad

Damenräder wurden ursprünglich aus anatomischen und modischen Gründen entwickelt. Anfangs des 20. Jahrhunderts galten noch andere Kleidervorgaben für Frauen, Hosen waren den Männern vorbehalten. Um Frauen mit Kleidern oder einem Rock entgegen zu kommen, wurden Damenfahrräder entwickelt, die das Auf- und Absteigen erleichtern sollten. Auch der Fahrkomfort wurde nach und nach verbessert.



Besonderheiten und Unterschiede:
Damenräder haben demnach eine andere Rahmengeometrie und eine andere Rahmenkonstruktion als ein Herrenrad: gegenüber dem typischen Diamantrahmen mit gerade verlaufendem Oberrohr (von der Sattelstütze bis zum Steuerrohr) besitzt ein Damenfahrrad ein geschwungenes Oberrohr: dieses beginnt ca. 20 cm über dem Tretlager und verläuft zunächst mehr oder weniger parallel zum Unterrohr (tiefere Position gegenüber dem Diamantrahmen). Da das Hinterrohr von hinten nach vorne ansteigt, muss das Oberrohr eine Krümmung aufweisen. Dies verleiht einem Damenrad ein typisch geschwungenes Oberrohr, das am Steuerrohr mündet. Durch diese Konstruktion wurde auch gewährleistet, dass ein Rock nach unten fallen konnte und nicht am Oberrohr hängen blieb.
Mittlerweile befinden wir uns aber im 21. Jahrhundert und Frauen dürfen auch Hosen tragen. Damenfahrräder sind mittlerweile, gleich wie Herrenräder, „unisex“ und werden genauso von Männern gefahren. Neben der Form sind heute auch andere Unterschiede festzumachen: Damenräder sind weniger stabil als Herrenräder, haben einen bequemen und gepolsterten Damensattel und sind generell für leichtere Belastungen ausgelegt. Ein Damenrad eignet sich hervorragend im städtischen Bereich und für gemütliche Touren.
Bei einem typischen Stadtrad, einem Hollandrad, spricht man vom sogenannten Hollandbogen. Es gibt aber auch Damenfahrräder, die ganz auf das Oberrohr verzichten, diese nennt man Tiefeinsteiger.
Ein Damenfahrrad kann aber auch ein Mountainbike oder ein Trekkingbike sein, es gibt natürlich auch Rennrad Varianten: diese haben einen kürzeren Radstand, die Rahmengeometrie wird an die Fahrerin angepasst und die Lenkertiefe (Drop) ist geringer.

Ein klassisches und qualitativ gutes Damenrad ist also auch für Männer bequem und komfortabel. Allzu hohes Lastgewicht sollte aber vermieden werden. Suchen Sie Ihr gemütliches Damenfahrrad bei Fahrrad.net.