Singlespeed Bike
Der neuste Trend in der Radsportszene kommt aus den USA und heißt Singlespeed Bikes. Es handelt sich bei einem Singlespeed Fahrrad um ein so genanntes Eingangrad, also ein Fahrrad, das keine Gangschaltung besitzt und deshalb auch nur in einem Gang gefahren werden kann. Ein anderer Name für das Singlespeed Bike ist Fixie.
Das Singlespeed Rad hat eine starre Nabe, sprich Freilauf, Pedale und Räder sind in ständiger Verbindung. Diese Eigenschaft wird auch „starrer Gang“ genannt, bei dem durch die starre Verbindung zu der Nabe die Pedale immer in Bewegung sind. Neben der Gangschaltung fehlt dieser Art von Fahrrad auch eine Federung sowie ein „normales“ Bremssystem. Um das Singlespeed Bike zum Stehen zu bringen, muss der Fahrer durch Muskelkraft die Pedale stoppen. Den Bremseffekt vergrößern kann er, indem er sich mit den Oberkörper weit über das Lenkrad beugt. Aus diesem Grund ist das Singlespeed Fahrrad aus rechtlicher Sicht nicht für den Einsatz im Straßenverkehr zugelassen. Um an diesem teilzunehmen sind zwei voneinander unabhängige Bremssysteme – wie die Vorderrad- und die Hinterradbremse bei einem „normalen“ Fahrrad –laut Straßen-Verkehrs-Ordnung zwingend vorgeschrieben. Aufgrund dessen findet man den Einsatz von Singlespeed Bikes vor allem im BMX – und Bahnrennsport sowie bei Kunstradfahrern und Fahrradkurieren.
Durch das Fehlen der Federung wird bei dem Singlespeed Rad angeführt, dass der Fahrer ein freies, sportliches oder auch ursprüngliches Fahrgefühl hat.
Weiter sieht diese Art von Fahrrad fast so aus wie jedes andere Fahrrad, es fehlen nur einige Teile wie beispielsweise die Schaltung oder die Kettenblätter. Der Rahmen des Rades erscheint oft etwas filigraner, was darauf zurückzuführen ist, dass die fast schon in Vergessenheit geratenen Werkstoffe Titan und Stahl eingesetzt werden. Zudem wirkt es einfach schlicht, weil bei dem Singlespeed Bike keinerlei technische Spielereien verwendet werden.
Über die Vor- und Nachteile eines Singlespeed Fahrrades wird oft gestritten. Befürworter schwärmen von dem schon erwähnten ursprünglichen Fahrerlebnis. Dazu kommt, dass das Singlespeed Rad durch den Verzicht auf technische Details wie Kettenblätter, Gangschaltung und Bremse deutlich leichter ist als ein voll ausgestattetes Fahrrad. Daraus resultiert auch, dass das Singlespeed Bike deutlich geringer anfällig für Defekte ist, da die komplexen Anbauteile fehlen.
Die Gegner der Singlespeed Fahrräder weisen auf die erhöhte Sturz- und Verletzungsgefahr für ungeübte Fahrer hin. Zudem ist ein sicheres und gezieltes Anhalten, z.B. in einer Gefahrensituation, relativ schwierig, da nur über das Stoppen der Pedale gebremst werden kann. Dazu kommt noch, dass der Einsatzbereich der Singlespeed Räder begrenzt ist, weil sie für den normalen Straßenverkehr aufgrund der fehlenden Bremsen nicht zugelassen sind und der weitere Einsatz sehr von Ausdauer, Kraft und Trittfrequenz des Fahrers abhängt.
Zudem muss die Längung der Kette in gleichmäßigen Abständen nachjustiert werden, denn eine genügend gespannte Kette ist ein wichtiges Kriterium für den reibungslosen Einsatz des Singlespeed Bikes.