Fahrradreifen

Ein Fahrradreifen (Mantel) ist ein Teil des Laufrades und ist je nach Einsatzgebiet (Straße, Gelände, Freizeit, Rennen) unterschiedlich aufgebaut, auch das Reifenprofil unterscheidet sich grob. Ein Fahrradreifen beeinflusst nicht nur den Rollwiderstand eines Fahrrades, sondern auch den Fahrkomfort. Mit entscheidend sind hier auch die Breite und der Luftdruck der Fahrradreifen. Zudem überträgt der Mantel je nach Aufbau und Form Bremsvorgänge, Beschleunigungen und Seitenführungskräfte unterschiedlich auf den Untergrund.



Im Groben lassen sich Fahrradreifen in drei Kategorien einteilen:
Die häufigste Verwendung findet der Drahtreifen. Hier sind Drähte in den Mantel bzw. Fahrradreifen eingearbeitet, die diesen fest an die Felge klemmen. Hierfür werden meist Tiefbettfelgen verwendet.
Eine andere Drahtreifenform ist der Ballonreifen, der etwas dicker ist. Die Fahrradreifen sind zwischen 50 und 60 mm dick (ab ca. 1,75 Zoll) und eignen sich besonders für Trekking- und Stadträder. Eine sportliche Ausrichtung ist hier nicht zu erwägen.
Auch der sogenannte Faltreifen zählt zu den Drahtreifen. Er ist etwas leichter und anstelle von Drähten werden hier bündelweise Kevlarfäden in den Mantel eingearbeitet.
Die zweite Variante repräsentiert der Schlauchreifen, der hauptsächlich bei Rennrädern verwendet wird. Mantel und Schlauch sind hier eine Einheit und meist zwischen 19–25 mm dick. Bei diesem Fahrradreifen, der meist ein glattes Profil aufweist, wird der Radschlauch mit Reifenkitt an die Felge angeklebt. Der Schlauchreifen wird auch häufig bei Crossrennen verwendet.
Die dritte Möglichkeit ist ein schlauchfreier Fahrradreifen (Tubeless). Am bekanntesten ist hier das UST-Tubeless System von „Mavic“. Ein luftdichter Mantel wird auf eine luftdichte Felge aufgezogen (eingeschraubtes Ventil). Diese Fahrradreifen sind zwischen 1,9 und 2,5 Zoll breit und werden häufig bei Crosscountry und Downhill -Rennen eingesetzt. Der Reifendruck kann verringert werden, dadurch erhält man mehr Grip und es entstehen weniger Schäden.

Je nach Witterung und Untergrund werden im Rennsport verschiedene Mantelmischungen verwendet, auch das Profil (glatt – grobstollig) variiert. Der Luftdruck hängt von der Breite der Fahrradreifen ab, aber auch von der angestrebten Bodenhaftung und dem Rollwiderstand.