Fahrradkindersitz

Kaum lachen die ersten, wärmenden Sonnenstrahlen, werden die Drahtesel aus dem Keller geholt und auf Hochglanz poliert. Denn ab sofort können die täglichen, kürzeren Wege – wie zum Spielplatz oder Supermarkt – wieder mit dem Fahrrad bestritten werden, und auch die Zeit für sonntägliche Fahrradausflüge mit der Familie ist gekommen.

Damit die jüngsten Familienmitglieder ebenfalls sicher mit auf Tour gehen können, ist die Anschaffung eines guten Fahrradkindersitzes unerlässlich.

Doch der Fahrradsitzkauf ist gar nicht so einfach, wie man es auf den ersten Blick vermuten würde.
Denn die Testberichte von ADAC oder Stiftung Warentest zeigen, dass kaum ein auf dem Markt befindlicher Sitz wirklich empfehlenswert ist. Im Gegenteil, viele getestete Fahrradkindersitze weisen sogar grobe Sicherheitsmängel auf. Testsieger bei Stiftung Warentest waren die beiden Jockey-Modelle der Marke Römer, die jeweils mit “gut” abschnitten.

Damit Ihr Sprössling gut geschützt unterwegs ist, gibt es einige wichtige Punkte, die Sie beim Fahrradkindersitzkauf beachten sollten:

- Der Sitz muss über ein Gurtsystem verfügen, welches vom Kind selbst nicht selbständig zu öffnen ist.
- Die Beine müssen mit Fixierriemen angeschnallt werden können.
- Die Fußstützen sollten höhenverstellbar und mit einem Speichenschutz versehen sein.
- Der Fahrradkindersitz muss die Möglichkeit bieten, den Kopf bequem anzulehnen und abzustützen.

Vor dem Sitzkauf sollte außerdem sichergestellt werden, dass das eigene Fahrrad für die Montage eines Kindersitzes geeignet ist. Denn viele der modernen Oversize-Rahmen stellen bei der Befestigung eine ziemliche Herausforderung dar, bzw. machen die Montage eines Sitzes sogar unmöglich.

Generell sind drei verschiedene Befestigungsarten für Fahrradkindersitze zulässig:
Vorne in Fahrtrichtung, vorne gegen die Fahrtrichtung, oder hinter dem Fahrer.
Empfohlen wird die Montage des Kindersitzes an der Sattelstange hinter dem Fahrer, weil so das Verletzungsrisiko für Kinder bei einem Sturz am geringsten ausfällt. Allerdings sollte bei dieser Variante zusätzlich ein Sattelfederschutz angebracht werden, um das Einklemmen der Kinderfinger in der Sattelfeder zu verhindern.

Ist ein empfehlenswerter Fahrradkindersitz gefunden und sicher montiert, sollten Sie sich vor der ersten Aufahrt noch kurz mit den neuen Fahreigenschaften Ihres Zweirades vertraut machen, denn durch den verlagerten Schwerpunkt reagiert das Fahrrad in Kurven oder beim Bremsen anfänglich ungewohnt.

Nun steht einem gelungenen Familienausflug ins Grüne nichts mehr im Wege. Doch nicht vergessen – auch als Beifahrer benötigen die Kleinsten einen passenden Fahrradhelm, um im Ernstfall gut geschützt zu sein.

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