Cyclocross

Was ist Cyclocross?

International als Cyclocross bekannt, klingt die deutsche Bezeichnung „Querfeldein-Rennen“ weit weniger spektakulär. Doch unspektakulär ist diese Sportart bei Weitem nicht. Bei Cyclocross geht es darum weit ab von unbefestigten Wegen das Maximale aus dem Rad herauszuholen, wobei sich die Cyclocrossräder in ihrer Konstruktion und Bereifung von Mountainbikes unterscheiden.
Um die Entstehung des Cyclocross-Sports ranken sich verschiedene Geschichten. Sicher ist, dass die erste nationale Meisterschaft 1902 in Frankreich statt fand. Daraufhin folgten Meisterschaften in Belgien, Schweiz, Luxemburg, Spanien und Italien. Ganze sieben Mal gewann Erik de Vlaeminck die Weltmeisterschaft in den Jahren 1966 bis 1973. Daneben konnte er rund 419 Siege bei Querfeldeinrennen in seiner gesamten Laufbahn verzeichnen. Der Schweizer Albert Zweifel holte das Cyclocrossfieber in sein Land. Weitere bekannte Namen sind Adri van der Poel, Mario Clerq und Sven Nys.



Was macht Cyclocrossräder aus?

Ein Cyclocrossbike wird nur von Kennern auf den ersten Blick als ein solches erkannt. Besonders unterscheidet es sich von anderen Fahrrädern in der Bereifung und den Bremsen. Für Cyclocrossräder werden meist Cantileverbremsen verwendet.
Des Weiteren hat diese Art von Rädern einen längeren Radstand, einen flacheren Sitz- sowie Lenkwinkel. Die Reifen, die ein besonders starkes Profil ausweisen,
haben sehr viel Lauffreiheit an der Vordergabel und am Hinterbau. Dies ist notwendig, damit auch die mit Matsch versetzen Reifen noch durch die Strebe passen. Der Rahmen eines Cyclocrossbikes muss besonders leicht sein, daher wird er meist aus Carbon, Titan oder Aluminium gefertigt. Die Schaltlauge ist dabei austauschbar.

Cyclocross Rennen

Rennen mit den Cyclocrossbikes werden offiziell vom UCI (Union Cycliste Internationale) organisiert. Die Dauer eines Rennes ist auf etwa eine Stunde angesetzt. Gefahren auf etwa ein bis drei Kilometer langen Rundkursen auf Feld- und Waldwegen, die sich durch besonders steile Abschnitte auszeichnen, an denen die Fahrer sogar teilweise zum Absteigen genötigt sind und das Cycloscrossbike tragen müssen. Da die Rennen meist im Herbst oder Winter angesetzt werden, sind die Wege häufig schlammig und rutschig.